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Damenstrümpfe begleiten Frauen durch die letzten Jahrhunderte der Modewelt. Heute sind Damenstrümpfe in der deutlichen Minderheit, eher greifen Frauen zu Strumpfhosen oder halterlosen Strümpfen. Damenstrümpfe kamen bis zum zweiten Weltkrieg in erheblichen Mengen aus Sachsen. Dort hatte sich die deutsche Strumpfindustrie konzentriert, weil dort alle wichtigen Patente und Lizenzen im Strickmaschinenbau gehalten wurden.
Firmen wie ELBEO, Ergee oder Kunert entwickelten und fertigten Damenstrümpfe im großindustriellen Stil. Im Gegensatz zu Kniestrümpfen, reichen Damenstrümpfe weit über das Knie und werden mittels Strumpfhalter, am Strumpfgürtel befestigt. Eines der weltweit prägendsten Bilder ist das Filmplakat zu "Der Blaue Engel" mit Marlene Dietrich (1929/30). An der Trageart der Seidenstrümpfe mit Strumpf und Gürtel änderte sich bis heute nichts. Auch Kinderstrümpfe wurden übrigens so getragen. Erst durch Erfindung der halterlosen Strümpfe, also der Einarbeitung eines Kautschuk-, bzw. heute Silikonbandes in das Abschlussband konnten Frauen auf die auch Strapsstrümpfe genannten Damenstrümpfe verzichten. Ebenso löste die Feinstrumpfhose sowie normale Damensocken sehr bald die Damenstrümpfe ab. Hauptargumente waren die einfachere Handhabung und der höhere Tragekomfort.
Heute schätzen eine wachsende Zahl von Frauen die traditionelle Art, Damenstrümpfe zu tragen. Die Muster- und Farbvielfalt bei Damenstrümpfen war übrigens bereits vor dem ersten Weltkrieg gewaltig. Nicht etwa kulturelle Aspekte schränkten die Vielfalt ein, es handelte sich stets um neu technische Herauforderungen bei der Herstellung der Damenstrümpfe, zum Beispiel Ringel oder Muster. |